SCHROBENHAUSEN – Die Polizeiinspektion Schrobenhausen hat ihre Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Unfallzahlen sind gestiegen, während die Zahl der tödlichen Unfälle deutlich zurückging.
Im Jahr 2025 registrierte die Polizeiinspektion insgesamt 1.020 Verkehrsunfälle. Im Vorjahr 2024 waren es 971 Unfälle gewesen. Dies entspricht einem Anstieg um 49 Unfälle beziehungsweise 5,05 Prozent. Bayernweit lag der Anstieg im gleichen Zeitraum bei nur 1,73 Prozent. Der Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Schrobenhausen liegt damit deutlich über dem bayernweiten Trend.
Wildunfälle nehmen zu
Besonders bemerkenswert ist der Anstieg bei den Wildunfällen. Die Polizei registrierte im Jahr 2025 insgesamt 430 Wildunfälle gegenüber 400 Unfällen im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg um 30 Fälle beziehungsweise 7,5 Prozent. Die Polizei ruft Verkehrsteilnehmende zu erhöhter Aufmerksamkeit insbesondere in den frühen Morgen- und späten Abendstunden auf.
Personenschäden und Geschwindigkeit
Bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden zeigt sich ein leichter Rückgang. Im Jahr 2025 wurden 161 verletzte Personen registriert, 2024 waren es noch 172. Die Zahl der leicht verletzten Personen sank auf 131, während die schwer verletzten Personen auf 30 anstiegen. Bei einem Verkehrsunfall verstarb der Fahrzeugführer noch am Unfallort.
Die Zahl der Geschwindigkeitsunfälle blieb 2025 mit 35 Fällen auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Bei diesen Unfällen wurden 24 Personen verletzt, zwei mehr als 2024.
Gegenläufige Entwicklungen bei Altersgruppen
Bei den Senioren (65+) verzeichnete die Polizei einen Rückgang: 78 Unfälle im Jahr 2025 gegenüber 89 im Jahr 2024. Die Zahl der verletzten Seniorinnen und Senioren sank von 28 auf 23.
Bei den jungen Erwachsenen (18–24 Jahre) zeigt sich jedoch eine deutlich andere Entwicklung. Die Unfallzahlen stiegen von 57 auf 80 Unfälle an – ein Anstieg von über 40 Prozent. Als Verursacher waren junge Erwachsene häufiger beteiligt: 44 Fälle im Jahr 2025 gegenüber 31 im Vorjahr. Positiv ist allerdings, dass die Zahl der verletzten jungen Erwachsenen von 18 auf 16 sank.
Die Polizeiinspektion Schrobenhausen wird künftig verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchführen und Präventionskampagnen insbesondere für junge Fahrerinnen und Fahrer intensivieren. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern und schwere Unfallfolgen nachhaltig zu reduzieren.

