NÜRNBERG – Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner und Oberbürgermeister Marcus König haben sich heute am Nürnberger Hauptbahnhof ein Bild von den umgesetzten Sicherheitsmaßnahmen gemacht. Die Offensive „Sichere Bahnhöfe in Bayern“ wurde bereits Ende Oktober 2024 gestartet und soll die Kriminalität im Umfeld großer Bahnhöfe entschlossener bekämpfen. Kirchner betonte: „Mit einem umfassenden Maßnahmenbündel setzen wir alles daran, die Bahnhöfe in Bayern noch sicherer und damit zugleich attraktiver zu machen.“
Die Sicherheitsoffensive ist in die bayernweite Arbeitsgruppe „Bayern. 360° Sicherheit.“ eingebettet, die federführend beim Polizeipräsidium Mittelfranken angesiedelt ist. Die Polizei setzt auf gemeinsame Fußstreifen mit der Bundespolizei und führt regelmäßig Konzept- sowie Unterstützungseinsätze mit geschlossenen Einheiten der Bereitschaftspolizei durch.
Drogenspürhunde und Verbotszonen im Einsatz
Speziell ausgebildete Diensthunde der Bayerischen Polizei durchsuchen das Bahnhofsumfeld gezielt nach Drogenverstecken. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt prüft die Polizei zudem die Ausweisung von Alkohol-, Cannabis- und Waffenverbotszonen. Im April 2025 erließ Nürnberg zusätzlich zur bestehenden Alkoholverbotszone eine Waffen- und Messerverbotszone rund um den Hauptbahnhof. Seit Dezember vergangenen Jahres gilt zudem ein Konsum- und Mitführverbot für Cannabis.
Videoüberwachung an Brennpunkten ausgebaut
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem konsequenten Ausbau der polizeilichen Videoüberwachung an bekannten Brennpunkten. Die mobile Videoüberwachung am Nelson-Mandela-Platz wurde im Juli 2025 um zwei weitere Kameras im Celtispark erweitert. Kirchner erklärte: „Die Videoüberwachung der Bayerischen Polizei ergänzt dabei die Videomaßnahmen der Bundespolizei, die im Bahnhofsgebäude und in den Bahnanlagen zuständig ist. Unser Ziel ist ein intensiver, gegenseitiger Live-Austausch der Bildaufnahmen. Die dafür notwendigen rechtlichen Voraussetzungen werden wir zeitnah schaffen.“
Die Maßnahmen zeigen bereits Wirkung: Die Kriminalitätslage im nördlichen Bahnhofsbereich hat sich positiv entwickelt. Die Kriminalität im Celtispark ist nahezu vollständig zurückgedrängt. Der enge Schulterschluss zwischen Bayerischer Polizei, Bundespolizei, Justiz, Deutscher Bahn und Stadt Nürnberg erweist sich als Schlüssel zum Erfolg.
„Nicht ohne Grund ist Nürnberg nach München die zweitsicherste Großstadt Deutschlands mit über 200.000 Einwohnern“, betonte Kirchner abschließend. „Mit unseren Maßnahmen verbessern wir nachhaltig die objektive Sicherheitslage und stärken zugleich das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger.“

