PFAFFENHOFEN AN DER ILM – Eine alte Telefonzelle in der Auenstraße erfüllt ab sofort eine neue Aufgabe: Mitarbeiter der Stadtwerke haben sie zu einem öffentlichen Bücherschrank umfunktioniert. Damit entstand ein Ort für den freien Austausch von Büchern und den nachhaltigen Umgang mit Literatur.
Die Initiative stammte von Doris Brock und Sarah Haberhauer von der Buchhandlung WortReich. Die beiden möchten mit dem Projekt den offenen Austausch von Büchern fördern und einen nachhaltigen Umgang mit Literatur unterstützen. Der Bücherschrank steht allen Bürgerinnen und Bürgern Pfaffenhofens zur Verfügung.
Stadtbücherei stellt Erstausstattung bereit
Die ersten Bücher stammen überwiegend aus dem Bestand der Stadtbücherei. Für die laufende Betreuung und Pflege des Bücherschranks zeichnen Doris Brock und Sarah Haberhauer verantwortlich.
Bürgermeister Thomas Herker würdigt das Engagement: „Der Bücherschrank ist ein schönes Beispiel für Engagement aus der Bevölkerung. Solche Ideen bereichern das Stadtleben und fördern den Austausch miteinander. Initiativen wie diese unterstützen wir als Stadt sehr gerne.“
Regeln für die Nutzung
Wer ein Buch mitnehmen oder tauschen möchte, kann dies frei tun – vorausgesetzt, das Buch befindet sich in gutem Zustand. Umgekehrt können Bürgerinnen und Bürger auch ihre eigenen Bücher in den Schrank stellen und mit anderen teilen.
Einige Regeln helfen dabei, dass der Bücherschrank langfristig funktioniert. Maximal fünf Bücher sollten pro Person hinzugefügt werden. Ist der Schrank voll, können keine weiteren Bücher aufgenommen werden. Zudem haben Doris Brock und Sarah Haberhauer klar gemacht, dass Bücher mit rassistischem, pornografischem oder gewaltverherrlichendem Inhalt nicht erwünscht sind und entfernt werden. Der Bücherschrank ist ausdrücklich keine Entsorgungsstelle.

