NÜRNBERG – Zum 1. Februar 2026 erhält das Polizeipräsidium Mittelfranken einen neuen Polizeipräsidenten: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat im Rahmen eines feierlichen Festakts im Historischen Rathaussaal den amtierenden Polizeipräsidenten Adolf Blöchl in den Ruhestand verabschiedet und den bisherigen Polizeivizepräsidenten Gernot Rochholz als neuen Polizeipräsidenten eingeführt. Zum neuen mittelfränkischen Polizeivizepräsidenten bestellte Herrmann Ulrich Rothdauscher, bisher Polizeivizepräsident des Polizeipräsidiums Oberfranken.
Über 40 Jahre Polizeikarriere
Herrmann würdigte in seiner Festrede die herausragende, über 40 Jahre andauernde Polizeikarriere von Blöchl: „Während Ihrer Zeit bei der Bayerischen Polizei haben Sie sich auf allen Posten und bei allen Aufgaben bestens bewährt“, wie der Minister laut Pressemitteilung des Innenministeriums sagte. Der Minister hob insbesondere zahlreiche Landesprojekte hervor, wie zum Beispiel das Projekt „Contor“, in dessen Rahmen ein neues Warenwirtschaftssystem bei der Bayerischen Polizei eingeführt wird. Blöchl leitete das Projekt bis zuletzt.
Rochholz: „Spitzen-Jurist mit Einsatzkompetenz“
Herrmann bezeichnete Blöchls Nachfolger Gernot Rochholz als „Spitzen-Juristen mit polizeilicher Einsatzkompetenz“, wie er laut Pressemitteilung sagte. Daneben betonte Herrmann die vielen herausragenden Einsatzlagen, wie zum Beispiel die Protestaktionen von Klimaaktivisten und das Versammlungsgeschehen der letzten Monate in Nürnberg oder die Counter Terrorism Exercise 2024 der Spezialeinheiten. „Diese Vielfalt an Einsatzbereichen, die Mischung aus Erfahrungen im operativen wie auch im Personalbereich und Ihre hohe Führungskompetenz prädestinieren Sie für das Amt des Nürnberger Polizeipräsidenten“, wie Herrmann laut Pressemitteilung sagte.
Rothdauscher: „Mann der Praxis“
Die Nachfolge von Rochholz als Nürnberger Polizeivizepräsident tritt Ulrich Rothdauscher an, bisher Polizeivizepräsident des Polizeipräsidiums Oberfranken. Herrmann hob hervor, dass Rothdauscher „umfassende Erfahrung aus verschiedenen Führungsbereichen“ mitbringt und ein „Mann der Praxis“ sei, der Herausforderungen mit Engagement und dem notwendigen Entscheidungsvermögen begegnet, wie er laut Pressemitteilung sagte.
Nürnberg zweitsicherste Großstadt
Herrmann lobte die „hocherfolgreiche Arbeit“ der Führungsspitze des Polizeipräsidiums Mittelfranken und aller Polizistinnen und Polizisten: Die Kriminalitätsbelastung lag 2024 bei 4.184 Straftaten pro 100.000 Einwohner und damit unter dem bayernweiten Wert von 4.218 Straftaten pro 100.000 Einwohner, wie er laut Pressemitteilung sagte. Und auch die Aufklärungsquote spricht hier eine klare Botschaft. Mit 66,1 Prozent lag sie im Jahr 2024 über dem bayernweiten Durchschnitt von 64,9 Prozent. Unter den 40 deutschen Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern ist Nürnberg nach München die zweitsicherste. Unter den deutschen Städten mit über 100.000 Einwohnern sind Erlangen und Fürth die sichersten.

