SCHÖNBERG – Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat der Sesotec GmbH eine Förderurkunde über einen Investitionszuschuss überreicht. Der niederbayerische Maschinen- und Anlagenbauer mit Sitz im Landkreis Freyung-Grafenau zählt zu den größten Arbeitgebern der Region und stößt aufgrund seines Wachstums seit Jahren an Kapazitätsgrenzen.
Unabhängiger von ausländischen Lieferketten
Aiwanger betonte bei der Übergabe: „Jede Investition in unsere heimische Wirtschaft stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit und sichert Wertschöpfung in Bayern“, wie er laut Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums sagte. Gerade in Zeiten zunehmender handelspolitischer Unsicherheiten müssen die Unternehmen im Land gestärkt und unabhängiger von ausländischen Lieferketten werden.
US-Zölle treffen Maschinenbau hart
Besonders der exportorientierte Maschinen- und Anlagenbau sei aktuell stark gefordert. „Wenn aus den USA mit immer neuen Zöllen gedroht wird, trifft das unsere mittelständisch geprägte Maschinenbaubranche hart“, wie Aiwanger laut Pressemitteilung sagte. Die Auswirkungen eines Zollsatzes von 15 Prozent auf US-Importe sind noch nicht absehbar. Hinzu kommen deutlich höhere Stahl- und Aluminiumzölle.
60 neue Arbeitsplätze entstehen
Zur konkreten Förderung sagte der Minister: „Die Regionalförderung kurbelt die Wertschöpfung vor Ort an und schafft sichere Arbeitsplätze im ländlichen Raum“, wie er laut Pressemitteilung sagte. Sesotec investiert in den Bau eines weiteren Firmengebäudes und schafft damit rund 60 neue Arbeitsplätze.
Förderung aus Landes- und Bundesmitteln
Die Sesotec GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Maschinen zur Fremdkörperdetektion, Materialsortierung sowie Materialanalyse. Die Förderung setzt sich aus Landesmitteln aus der Bayerischen Regionalförderung sowie aus Bundesmitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ zusammen und ergänzt die Investitionen des Unternehmens am Standort Schönberg.
Maschinenbau größter industrieller Arbeitgeber
Der Maschinen- und Anlagenbau bildet den Kern der deutschen Investitionsgüterindustrie. Mit über einer Million Beschäftigten ist er der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland. Die Branche ist hochinnovativ, stark exportorientiert und zählt mit rund zehn Prozent der gesamtwirtschaftlichen internen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung zu den forschungsstärksten Industriesektoren.

