WEIDEN IN DER OBERPFALZ – Ein schwerer Unfall ereignete sich am Donnerstag (29.08.2025) gegen 10:30 Uhr auf der A93 bei der Anschlussstelle Weiden-Frauenricht. Ein mit 32 Fahrgästen besetzter Omnibus kam alleinbeteiligt von der Fahrbahn ab und durchbrach die Lärmschutzwand. Drei Personen erlitten schwere Verletzungen.
Schienenersatzverkehr endet in der Böschung
Der aus Regensburg kommende Omnibus bediente den Schienenersatzverkehr und befuhr die A93 in Richtung Weiden in der Oberpfalz. An der Anschlussstelle Weiden-Frauenricht wollte der 67-jährige Busfahrer die Autobahn verlassen. Im Kurvenbereich verlor er aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über den Omnibus und kam zunächst nach links von der Fahrbahn ab.
Vermutlich beim Versuch gegenzulenken geriet der Bus ins Schleudern, durchbrach die rechte Schutzplanke und zudem die Schallschutzmauer. In der dahinterliegenden steil abfallenden Böschung kam der Omnibus dann im dichten Gebüsch zum Stillstand.
Busfahrer muss nach Unfall befreit werden
Die Feuerwehr sicherte den Bus vor weiterem Abrutschen und die Fahrgäste konnten das Fahrzeug verlassen. Der Busfahrer wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit technischem Gerät befreit werden. Er und zwei Fahrgäste erlitten schwere Verletzungen und kamen in umliegende Krankenhäuser.
Die übrigen 30 Fahrgäste erlitten nach ersten Erkenntnissen zumeist leichtere Prellungen oder standen unter Schock. An der Unfallstelle befand sich ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst. Auch ein Hubschrauber der Luftrettung kam zum Einsatz.
Totalschaden und Vollsperrung
Am fast neuwertigen Bus entstand Totalschaden. Der Gesamtschaden dürfte im mittleren sechsstelligen Bereich liegen. Zur Bergung des Omnibus ist an der Anschlussstelle Weiden-Frauenricht die Abfahrt und Auffahrt in Fahrtrichtung Norden komplett gesperrt. Die Sperrung wird vermutlich bis in die späten Nachmittagsstunden aufrecht erhalten.